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  • 17. Mai 2008, 16:51, NZZ Online

    Dalai Lama befürchtet weitere Unruhen in Tibet

    Dalai Lama befürchtet weitere Unruhen in Tibet

    Der 72-jährige Nobelpreisträger spricht in Deutschland

    Der Dalai Lama während seines Besuchs in Bochum. Der Dalai Lama während seines Besuchs in Bochum. (Bild: Reuters)
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    Ohne eine einvernehmliche Lösung für das Tibet-Problem rechnet der Dalai Lama langfristig mit weiteren Unruhen in der Himalaja-Region. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter sagte in einer Rede in Mönchengladbach, solange sich die Lebensverhältnisse in seiner Heimat nicht grundsätzlich verbesserten, würden sich derartige Ereignisse alle paar Jahre oder Jahrzehnte wiederholen.

    (ap) Der Dalai Lama weilt derzeit in Deutschland und sprach vor rund 2500 Zuhörern in Mönchengladbach. Der Friedensnobelpreisträger mahnte, eine Lösung für das Tibet-Problem zu finden, sei auch im Interesse Chinas. Das Reich der Mitte wolle von der Welt als Supermacht geachtet werden. Doch dazu bedürfe es nicht nur wirtschaftlicher Kraft und militärischer Macht, sondern auch moralischer Autorität.

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    Der Dalai Lama betonte, eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts sei aber auch aus anderem Grunde im Interesse Pekings. Denn sie könne auch positive Auswirkungen auf andere Probleme der chinesischen Politik haben, etwa auf Lösung der Taiwan-Frage.

    Keine Autonomie angestrebt 

    Ausdrücklich betonte der Friedensnobelpreisträger noch einmal, sein Ziel sei nicht die Unabhängigkeit Tibets von China, sondern lediglich echte Autonomie in Fragen der Kultur, Religion, Sprache und Umwelt. Diese Möglichkeit sei sogar jetzt schon in der chinesischen Verfassung vorgesehen.

    Der Dalai Lama hält sich noch bis Montag in Deutschland auf.

    . Lesen Sie mehr zum Thema Berlin : Schmusekurs gegenüber Peking
    Link: http://www.nzz.ch/nachrichten/international/berlin_auf_schmusekurs_gegenueber_peking_1.735991.html

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    Leserkommentare ein- und ausblenden Leser-Kommentare: 2 Beiträge
    • Ping An Shao (17. Mai 2008, 18:52)

      Tibet kulturell Rückständig? Wie arrogant von Ihnen.

      Hätten sie wirtschaftlich oder sogar politisch gesagt, hätte man Ihnen noch zustimmen können, wenn man westliche Massstäbe ansetzt. Aber kulturell ist Tibet sicher nicht rückständig, nur anders.
      Ob Autonomie für die Tibeter wirklich Rückkehr zur feudalen Mönchsgesellschaft des 19 Jahrhunderts bedeutet, darf bezweifelt werden.
      Die Wahl heisst ja nicht entweder KP China oder Dalai Lama, sondern vielleicht weder noch. Wirtschaftlich ist ja durchaus Fortschritt erkennbar, aber unter der Unterdrückung der Diktatur der KPC leiden alle Bewohner Chinas. Mehr Beachtung der Menschenrechte und Demokratie wären sicher auch realisierbar.
      Aber am Ende liegt der Entscheid darüber, wie sie leben wollen bei den Tibetern.
    • Prabahindran Thambineera (17. Mai 2008, 17:04)

      Echte Autonomie?

      Gott bewahre! Tibet ist kulturell völlig rückständig und hängt einer Null-Wachstums-Ideologie nach, ähnlich die der nationalen wie auch der internationalen Sozialisten, die der Entwicklung der Menschen (auch in Tibet) völlig diametral entgegenläuft. Wer nämlich nicht nur den streng hierarchischen Aufbau der tibetischen Gesellschaft anschaut, stellt mit Schaudern fest, dass Mehr-Männer-Ehen gang und gäbe sind (dh. zwei Männer teilen sich eine Frau, das ist die Realität). Tibet ist mit der Diktatur eines Dalai Lama zum Untergang verurteilt und es ist absehbar, dass das Tibet langfristig nicht viel zur Menschheit beitragen wird. Das ist zwar alles politisch inkorrekt, aber deswegen nicht falsch. Pra.
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