Mittwoch, 09. Juli 2008, 13:19:03 Uhr, NZZ Online
Der 72-jährige Nobelpreisträger spricht in Deutschland
(ap) Der Dalai Lama weilt derzeit in Deutschland und sprach vor rund 2500 Zuhörern in Mönchengladbach. Der Friedensnobelpreisträger mahnte, eine Lösung für das Tibet-Problem zu finden, sei auch im Interesse Chinas. Das Reich der Mitte wolle von der Welt als Supermacht geachtet werden. Doch dazu bedürfe es nicht nur wirtschaftlicher Kraft und militärischer Macht, sondern auch moralischer Autorität.
Der Dalai Lama betonte, eine friedliche Lösung des Tibet-Konflikts sei aber auch aus anderem Grunde im Interesse Pekings. Denn sie könne auch positive Auswirkungen auf andere Probleme der chinesischen Politik haben, etwa auf Lösung der Taiwan-Frage.
Ausdrücklich betonte der Friedensnobelpreisträger noch einmal, sein Ziel sei nicht die Unabhängigkeit Tibets von China, sondern lediglich echte Autonomie in Fragen der Kultur, Religion, Sprache und Umwelt. Diese Möglichkeit sei sogar jetzt schon in der chinesischen Verfassung vorgesehen.
Der Dalai Lama hält sich noch bis Montag in Deutschland auf.
Berlin :
Schmusekurs gegenüber Peking
Leser-Kommentare: 2 BeiträgePing An Shao (17. Mai 2008, 18:52)
Prabahindran Thambineera (17. Mai 2008, 17:04)