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  • 30. September 2008, 10:37, NZZ Online

    Speisen und Wein

    Speisen und Wein

    Frage der Woche

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    Peter Keller

    Frage

    Die Frage der Woche kommt von Felix Hüppi aus Chur. Er schreibt, dass ein guter Wein mit passendem Essen doppelt so gut schmecke als nur allein. Aber wie findet man die passende Kombination? Gibt es noch Regeln, die immer Gültigkeit haben oder muss man einfach gemäss Versuch und Irrtum vorgehen? Felix Hüppi erhält für seine Frage eine Flasche Baltasar Gracian vinas viejas Garnacha 2005 des spanischen Gutes San Alejandro aus Calatayud, die der Importeur Nauer Weine in Bremgarten (www.nauer-weine.ch) zur Verfügung stellt. Im Oktober gibt es einen tollen Wein aus dem spanischen Anbaugebiet Bierzo zu gewinnen. Hier ist die Mencia-Traube zu Hause. Die Weinhandlung Casa del Vino in Zürich beglückt die ausgewählten Leser mit einem Pétalos del Bierzo 2005 des Gutes Descendientes de J. Palacios (www.casadelvino.ch).

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    Antwort

    Eine gute Frage, vor der Geniesser regelmässig stehen. Patentrezepte für ideale Mariagen von Speis und Trank existieren eigentlich nicht. Aber es gibt Kombinationen, die gut funktionieren und solche, die überhaupt nicht in Frage kommen. Generell bleibt festzuhalten, dass weder das Essen noch der Wein dominieren sollte. Ist das Gericht kräftig, so darf es auch ein Wein mit Kraft und Alkohol sein. Intensive Aromen bedingen einen eben solchen Wein. Schwierig wird es bei zu scharfen Sachen. Am ehesten passt in diesem Fall ein Wein mit einer leichten Restsüsse, etwa ein deutscher Riesling. Ebenso so schwierig sind Kombinationen von Käse und edlen Tropfen. Unbestritten ist, dass ein Süsswein oder ein Portwein zu einem Blauschimmelkäse ein hervorragender Begleiter ist. Zu Hartkäse können Sie einen körperreichen Weisswein aus Chardonnay (Burgunder oder Kalifornier) versuchen. Zu Teigwaren wiederum passt meistens ein Chianti. Zu einem Entrecòte trinke ich am liebsten einen mittelschweren Bordeaux. Zu Fisch muss es nicht zwingend ein Weisser sein. Die Wahl hängt von der Zubereitungsart und der Saucen-Wahl ab. Dagegen sind etwa Artischocken, Spargeln und Tomaten Problemfälle.. Das sind nur einige Hinweise, die allenfalls hilfreich sein können. Probieren Sie selber Kombinationen aus. Was Ihnen gefällt, ist auch nicht verboten.

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