Mittwoch, 07. Januar 2009, 03:29:17 Uhr, NZZ Online
Rückgang der Geschäfte im US-Dienstleistungssektor
Washington (sda/reuters) Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich angesichts der Wirtschaftsflaute im Juni weiter eingetrübt. Der Arbeitsmarktbericht fiel mit einem Minus von 62'000 Jobs etwas schlechter aus als von Analysten erwartet.
Sie hatten im Schnitt einen Stellenrückgang von 60'000 vorausgesagt. Zugleich revidierte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag das Minus des Vormonats nach oben auf 62'000. Zunächst war ein Rückgang von 49'000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft gemeldet worden. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,5 Prozent.
Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Konsumausgaben, die wiederum gut zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA ausmachen.
Zurückgegangen sind im Juni zudem die Geschäfte der US-Dienstleister. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) fiel auf 48,2 von 51,7 Zählern im Mai.
Dies teilte das Institut am Donnerstag mit. Von «Reuters» befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf lediglich 51,0 Punkte gerechnet. Mit einem Stand von unter 50 Zählern signalisiert der Index eine schrumpfende Geschäftstätigkeit des Sektors, der 80 Prozent der US-Wirtschaft ausmacht.
Der Beschäftigungs-Index für den Service-Sektor sank auf ein Rekordtief von 43,8 Punkten nach 48,7 Zählern im Mai. Beim Auftragseingang ergab sich ein Rückgang auf 48,6 von 53,6 Zählern im Vormonat. Der Kosten-Index dagegen sprang auf 84,5 von 77,0Punkten und damit den höchsten Stand seit Einführung des Index 1997.
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